Finanztransaktionssteuer kommt in Deutschland und anderen EU-Ländern

Finanztransaktionssteuer kommt in Deutschland und anderen EU-Ländern

Ein Treffen der EU-Finanzminister in Luxemburg ergab, dass nach Frankreich wohl 10 weitere EU-Länder inklusive Deutschland die Finanztransaktionssteuer einführen werden. Politisch wurden mindestens 9 Teilnehmerländer gefordert, um Umgehungsmöglichkeiten zu minimieren und die Effektivität der Finanztransaktionssteuer sicherzustellen. Nach zähen Verhandlungen konnte dann am Dienstag EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta verkünden, dass 11 Länder wohl zugestimmt haben und die Finanztransaktionssteuer einführen werden.

Deutschland und Frankreich

Nach ersten Erkenntnissen waren vor allem Deutschland und Frankreich treibende Kraft. Dabei hat Frankreich die Finanztransaktionssteuer bereits im Alleingang eingeführt und so praktische Vorbildfunktion eingenommen. Die Skepsis mancher Staaten liegt darin, dass diese ein Abwandern der Finanzmittel ins Ausland fürchten. Länder, die traditionell viel Umsatz und Geld mit Finanztransaktionen verdienen, sind hier besonders zurückhaltend. So zieht sich (wieder) Großbritannien aus der Verantwortung und will die inländische Stempelsteuer (Börsenumsatzsteuer) als Gegenargument ins Spiel bringen. Auch Schweden, Niederlande oder Luxemburg wollen wohl keine Finanztransaktionssteuer einführen.

Teilnehmende EU Länder

Diplomaten zufolge haben jetzt auch Belgien, Österreich, Portugal, Slowenien, Griechenland, Italien, Spanien, Slowakei und Estland zugesagt, die Finanztransaktionssteuer einzuführen.1

Weitere Informationen für und gegen die Einführung der Finanztransaktionssteuer

  1. http://www.handelsblatt.com/politik/international/finanzministertreffen-in-luxemburg-elf-eu-laender-wollen-bei-transaktionssteuer-mitmachen/7232296.html []


Ihre Meinung zu Finanztransaktionssteuer kommt in Deutschland und anderen EU-Ländern

 Bitte alle Felder ausfüllen (Pseudonyme sind erlaubt).

Die übermittelten Daten werden entsprechend der Datenschutzerklärung zur Verarbeitung des Kommentars gespeichert.