Frankreich führt die Finanztransaktionssteuer im Alleingang ein

Frankreich führt die Finanztransaktionssteuer ein

Der französische Präsident Hollande hat eine Finanztransaktionssteuer in Frankreich eingeführt, nachdem sich die EU-Finanzminister nicht auf eine europaweite Regelung in dieser Frage einigen konnten. Ab dem 2. August 2012 ist beim Geschäft mit Anteilen französischer Firmen eine Abgabe in Höhe von 0,2% fällig.

Außerdem erhebt der französische Fiskus neuerdings eine weitere Steuer auf bestimmte Transaktionen im Hochfrequenzhandel und auf den Handel mit Credit Default Swaps (Kreditausfallversicherungen) auf Anleihen europäischer Staaten. Diese Steuer – in Höhe von 0,01% – betrifft nur Unternehmen und Personen, die in Frankreich steuerpflichtig sind.

Steuerfrei bleibt nach wie vor der Kauf normaler Staatsanleihen sowie der Handel mit Papieren von Unternehmen mit einem Börsenwert unter 1 Mio. €.

Da es sich bei der Finanztransaktionssteuer um eine Art Verkehrssteuer handele, hat man als deutscher Anleger keine Chance sich die Steuer wie etwa bei einer Quellensteuer wieder zurückzuholen.1

Weitere Links zur Einführung der Finanztransaktionssteuer in Frankreich:

  1. Hans-Jürgen A. Feyerabend, KPMG, in Focus Money 33/2012, S7 []


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